7 Tipps für die Produktentwicklung als Food Start-up

Wie entwickele ich ein Food Produkt? Wie erreiche ich ein langes Mindesthaltbarkeitsdatum? Welche anderen Parameter muss ich beachten?

Die schlechte Nachricht vorab: All das sind Fragen, die sehr spezifisch für das jeweilige Lebensmittel untersucht werden müssen. Eine generelle Aussage können wir hier also nicht treffen.
Das Gute allerdings: Es gibt ein paar Grundsätze, die dir helfen, dich durch den Prozess der Produktentwicklung leiten können und dir helfen, dich zu fokussieren.

Katharina Rütze, Lebensmitteltechnologin und verantwortlich bei uns für alle Fragen “rund ums Produkt” hat zusammengefasst, worauf Food Start-ups achten sollten, wenn sie ein Produkt entwickeln. 

Kitchentown_Product_Development_Vly_(c)Katharina Angerer

1. Talk Talk Talk – rede über deine Idee

Austausch ist Goldwert – deswegen teile deine Idee mit deinen Mitmenschen! Das wertvolle Feedback ist um einiges größer, als das Risiko, dass sie dir geklaut wird.

 

2. Dein Produkt ist nicht für jede:n

Versuche nicht everybody’s darling zu sein – definiere deine Zielgruppe genau. In Bezug auf Produkt, Auswahl der Inhaltsstoffe, Verpackung und Lieferform hat dies Einfluss. Du kannst mit deiner Idee nicht den ganzen Markt abdecken.

 

3. Verliebe dich nicht in dein Produkt!

Love stories sind toll, aber nicht mit deinem Produkt! Flirten ist erlaubt, aber vergiss nicht während deinem Produktentwicklungsprozesses auch ein wenig zu reflektieren. Bitte nicht nur Freund:innen und Familie um Hilfe und stelle konkrete Fragen: Wann würdest du mein Produkt essen? Was würdest du stattdessen / als Alternative kaufen oder essen?

KitchenTown_Produktentwicklung_(c)Katharina Angerer
KitchenTown_Produkt_Entwicklung_Betterfish_(c)Katharina Angerer

4. Fokus

Bio, kompostierbare Verpackung, nur bestimmte Inhaltsstoffe, niedriger Preis, …? Und dann am Besten ein großes Produktportfolio um alle glücklich zu machen. Klingt super! Doch bleiben wir mal realistisch – alle Trends in einem Produkt zu vereinen sollte nicht dein Ziel sein. Fokus ist der Schlüssel!

 

5. Überzeugt der Geschmack?

Selbst eine umwerfende, nachhaltige Verpackung oder gesunde Inhaltsstoffe reichen nicht aus, wenn dein Produkt nicht gut schmeckt. Mit langanhaltendem, überzeugendenmGeschmack machst du den Unterschied! & wenn dein Produkt schon gekauft wird kannst du dich auf Nachhaltigkeit & Gesundheit fokussieren.

 

6. Suche starke Partner:innen

Die one wo:men Show funktioniert nicht für immer. Suche dir ein Netzwerk aus starken Partner:innen die von dir und deiner Idee überzeugt sind. Die persönliche Ebene ist wichtig – selbst wenn ein Unternehmen das Beste sein soll – die Person, die an deiner Seite arbeitet sollte begeistert sein von dem was du machst.

 

7. Trennungsschmerz

In der ersten Charge ist selten schon alles perfekt. Manchmal muss man loslassen können – vor allem von Ideen, die mehr Schmerzen als Wert bringen. Genau das ist doch die Freiheit und Flexibilität, die Start-ups haben 😉

Katharina_Ruetze_Kitchentown(c)Nina Keinrath

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Fröhliches entwickeln!