Warum jede:r eine:n Mentor:in haben sollte

Seit rund sechs Monaten habe ich regelmäßig Austausch zu Fragen rund um meinen Job und zur beruflichen Weiterentwicklung mit meiner Mentorin Daniela Mündler. Dieser Austausch beflügelt mich auf mehreren Ebenen und so sind die folgenden Zeilen ein Statement für Mentoring generell, zugleich aber auch ein sehr ernstgemeintes, riesengroßes Kompliment an meine Mentorin.

Mit Daniela bin ich alle vier bis sechs Woche im Austausch. Es war Liebe auf den ersten Telefonanruf: Nach wirklich jedem Austausch bin ich hochmotiviert und, was persönlich für mich noch viel wichtiger ist, hochgradig inspiriert.

Genau diese Inspiration ist es auch, die diese Zeilen tippt. Warum aber ist denn nun dieses monatliche Mentoring wertvoll für mich? Na eben weil meine Mentorin – und das ist die eigentliche Erkenntnis hier! – ganz viele Boxen NICHT tickt.

Daniela_Mündler_Lilith_Gawol(c)Lilith_Gawol

1. Meine Mentorin ist für mich NICHT:

  • Sie ist keine Freundin, die von mir gehört werden möchte.
  • Sie ist keine Arbeitskollegin, mit der ich erfolgreich zusammenarbeiten und mich gut verstehen möchte.
  • Sie ist keine Chefin, die mich bezahlt, braucht, befördert, bewertet, …
  • Sie ist kein Coach, die mir Raum gibt und dabei ihren persönlichen Standpunkt komplett raushält (genau das ist ja aber die total richtige Idee von Coaching, nicht falsch verstehen bitte!)

Kurz: Meine Mentorin will nichts von mir. Sie gibt ausschließlich und genau das macht die Kraft aus, die in diesem Austausch liegt. Natürlich fühle ich mich sicher, ihr alle beruflichen Fragen zu stellen und Gedanken zu teilen – das halte ich auch für die absolut notwendige Prämisse bei einem solchen Deal.

2. Meine Mentorin ist für mich:

  • Spiegel und Perspektivenergänzung
  • Ratgeberin und Erfahrungsteilerin (die ihren persönlichen Standpunkt mit mir teilt)
  • Rolemodel und Inspiration
  • Mein Cheerleader und in-den-Allerwertesten-Treterin
  • Kurz: Meine Mentorin weitet meinen Blick, sagt mal „Stopp“, sät Samen und hilft Gießen. Ich darf einfach nur an- und mitnehmen, meinen Werkzeugkoffer erweitern und weiter wachsen.

Begeisterungsfähig wie ich nun mal bin, bin ich fest davon überzeugt, dass diese Art von Austausch einfach für jede:n bereichernd sein kann. Dass es nicht immer ein Super-Like Match sein kann/ist, wie bei Daniela. und mir, ist mir klar, ich bin dennoch fest davon überzeugt, dass es mindestens ein bis drei Versuche wert sind, danach zu suchen.

Over and out.

PS: Du willst das auch? Mein Tipp: Frag deine Kollegen:innen, dein Netzwerk und bring in Erfahrung, ob es dort jemanden gibt, der:die Lust hat auf Mentoring mit dir. Oder eben, ob jemand jemanden kennt, der:die zu dir passen könnte. Ansonsten connecte dich mit den relevanten Programmen (z.B. Mentorme, bpw-germany und viele weitere).

Aller Anfang ist schwer, ich weiß, aber jedem Anfang wohnt ja auch ein Zauber inne, also los!

Eure Lilith

Lilith_Gawol_KitchenTown(c)Nina Keinrath